Meister-BAföG

Im folgenden erläutern wir Ihnen, welche Voraussetzungen erfüllt sein  müssen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben, Meister-BAföG zu beantragen.

Meister-BAföG Kompaktlehrgang

 

Unterhaltbeitrag:
Die Höhe des monatlichen Unterhaltsbedarfs errechnet sich aus dem BAföG- Bedarfssatz für Fachschüler mit abgeschlossener Berufsausbildung, dem Zuschlag für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung für Studenten.

Der maximale Förderungsbedarf für Alleinstehende beträgt zurzeit:

Grundbedarf: 372,- €
Wohnbedarf: 250,- €
Zuschlag Krankenversicherung: 71,- €
Zuschlag Pflegeversicherung: 15,- €
Erhöhungsbetrag für die 60,- €
Antragssteller:
Gesamt: 768,- €

Der Unterhaltsbeitrag, in Höhe von 768,00 €, wird ab August 2020 zu 100 % bezuschusst.

Maßnahmebeitrag:
Zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühr würden Sie eine Einkommens- und vermögensunabhängigen Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühr erhalten.
Dies bedeutet, dass der Maßnahmebeitrag aus einem Zuschussanteil in Höhe von 50 Prozent und einem zinsgünstigen Bankdarlehen in Höhe von 50 Prozent besteht.

Kosten für den Meisterlehrgang: 4.290,00 €
davon
Zuschussanteil (50 %):  2.145,00 €
Darlehensanteil (50 %): 2.145,00 €

Den Zuschussanteil von 2.145,00 € erhält man von seiner zuständigen Behörde.

Zusätzlich hat man einen Anspruch auf Abschluss eines Darlehensvertrages mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Darlehenserlass aufgrund bestandener Prüfung:
Bestehen Sie die Meisterprüfung erhalten Sie auf Antrag einen Erlass in Höhe von 50 Prozent des auf die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren entfallenden
Restdarlehens:
Darlehensanteil: 2.145,00 €
Abzüglich 50 % Erlass wegen
erfolgreich bestandener Prüfung: 1.072,50, €
verbleibender Darlehensanteil:     1.072,50 €

Meister-BAföG Teilzeitlehrgang

Unterhaltbeitrag:
Da Sie den Lehrgang in Teilzeitform absolvieren möchten, erhalten Sie somit keinen Unterhaltsbeitrag, weil neben bei noch gearbeitet wird.

Maßnahmebeitrag:
Zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühr würden Sie eine Einkommens- und vermögensunabhängigen Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühr erhalten.
Dies bedeutet, dass der Maßnahmebeitrag aus einem Zuschussanteil in Höhe von 50 Prozent und einem zinsgünstigen Bankdarlehen in Höhe von 50 Prozent besteht.

Kosten für den Meisterlehrgang: 4.290,00 €
davon
Zuschussanteil (50 %):  2.145,00 €
Darlehensanteil (50 %): 2.145,00 €

Dadurch haben Sie einen Anspruch auf Abschluss eines Darlehensvertrages mit der Kfw-Bank. Das Darlehen ist während der einjährigen Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit von 2 Jahren, d.h. hier drei Jahre zins- und tilgungsfrei.

Darlehenserlass aufgrund bestandener Prüfung:
Bestehen Sie die Meisterprüfung erhalten Sie auf Antrag einen Erlass in Höhe von 50 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren:
Darlehensanteil: 2.145,00 €
Abzüglich 50 % Erlass wegen
erfolgreich bestandener Prüfung: 1.072,50 €
verbleibender Darlehensanteil:     1.072,50 €

Was ist bei der Inanspruchnahme des Darlehensanteils zu beachten?

Das AFBG-Darlehen wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausgegeben. Geförderte erhalten im Anschluss an die Bewilligung durch das zuständige Förderamt ein Angebot über den Darlehensanteil der Förderung von der KfW. Es steht Teilnehmerinnen und Teilnehmern innerhalb einer gewissen Frist frei, ob sie das Darlehen in Anspruch nehmen. Sie können das Darlehen ganz oder auch nur teilweise in Anspruch nehmen.

Das Darlehen ist zinsgünstig und während der Dauer der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit – längstens allerdings für sechs Jahre – zins- und tilgungsfrei.

Die Rückzahlung erfolgt im Anschluss innerhalb von 10 Jahren. Die monatliche Rate beträgt grundsätzlich mindestens 128 Euro.

WICHTIG: Erfolg lohnt sich besonders für Darlehensgeförderte!
1. Wer erfolgreich die Fortbildungsprüfung besteht, erhält gegen Vorlage des Prüfungszeugnisses 50 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fälligen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.
2. Wer zusätzlich innerhalb von drei Jahren nach dem Lehrgang noch ein Unternehmen gründet oder übernimmt und Mitarbeiter einstellt, erhält bis zu 66 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fälligen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.

Was müssen Geförderte „als Gegenleistung“ für die Förderung tun?
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind verpflichtet, regelmäßig an der Maßnahme teilzunehmen. Prüfungsteilnahme oder Prüfungserfolg sind keine Voraussetzung für das Behalten der Förderung.

Durch das Nachhalten der regelmäßigen Teilnahme wird sichergestellt, dass die für die Förderung eingesetzten Steuermittel auch zweckgerichtet eingesetzt werden. So wird eine Unterhaltsförderung mit AFBG bei Vollzeitmaßnahmen deshalb gewährt, weil parallel zur Unterrichtsteilnahme regelmäßig eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit zeitlich nicht möglich ist. Bei Teilzeitmaßnahmen stellt das Nachhalten der regelmäßigen Teilnahme sicher, dass eine staatliche Förderung für eine Maßnahme nicht zwecklos gewährt wurde, weil die Teilnahme an einem Lehrgang gefördert wurde, diese aber nicht erfolgt ist.

Allerdings ist die Förderung erst ab Fehlzeiten von mehr als 30 Prozent der Unterrichtsstunden zurückzuzahlen. Wer allerdings selbst diese Grenze nicht einhält, muss – abgesehen von gesetzlichen Ausnahmen, die besondere unverschuldete Härten verhindern (etwa bei einem unverzüglich erklärten Abbruch wegen Krankheit oder einer unverzüglich erklärten Unterbrechung wegen Krankheit) – regelmäßig die Förderung erstatten. Daher ist von den Geförderten besonders auf die regelmäßige Teilnahme an der geförderten Maßnahme zu achten.

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